Aktuell

 

 

Diffamierung von Minderheiten

 im Ethikunterricht  

 

Das gibt es nur in Deutschland: Hetze gegen religiöse Minderheiten in offiziellem Lehrbuch für den Ethikunterricht! Dass Pfarrer und Priester im Religionsunterricht – auf Kosten aller Steuerzahler, versteht sich – Kinder in ihrem Sinne manipulieren und gegen die religiöse „Konkurrenz“ aufhetzen, ist schon seit Jahren traurige Realität in unserem angeblich so aufgeklärten Land. Doch es gibt immer noch Steigerungen: Sie tun es inzwischen auch im Ethikunterricht, der für die nicht-kirchengebundenen Schüler eingerichtet wurde.

Und zwar auf dem Unweg über offizielle Schulbücher. Das ist – ein Skandal für sich – über Jahre hinweg offenbar niemandem aufgefallen. Nehmen wir z.B. das Schulbuch „Ethik 7/8“, erschienen bereits 1997 im Cornelsen-Verlag. Dort sind auf zwei Seiten mit der Überschrift „Sekten – oder was?“ die gängigen Klischees abgedruckt, mit denen kirchliche Rufmordbeauftragte seit Jahren das Volk gegen Andersgläubige aufzuhetzen versuchen. Da werden „Kriterien“ für „Sekten“ genannt, ohne dass die Schüler dazu angeregt werden, diese Kriterien („absoluter Wahrheitsanspruch“ – „Unterschied zwischen Lehre und Wirklichkeit“ usw.) erst einmal auf die Kirchen anzuwenden. Statt dessen wird vorgeschlagen, zu einem „Streitgespräch ... auch eine Pfarrerin/einen Pfarrer“ einzuladen. (Weshalb eigentlich keinen Vertreter einer Minderheit? Soll man im Ethikunterricht nicht eigenes Urteilen ohne Vorbehalte lernen?!)

Mal ganz abgesehen davon, dass das uralte kirchliche Schimpfwort „Sekte“ in einem Schulbuch überhaupt nichts verloren haben sollte, genauso wenig wie „Kanake“ oder „Spaghettifresser“ – hier wird die Jugend ganz gezielt zur Intoleranz erzogen. Die Folgen, die das später einmal haben wird, sind offensichtlich gewollt. Pfui Teufel!

 

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